Dieser Antrag wurde am 21.03.2026 von der Landesmitgliederversammlung an den Landessprecher*innenrat überwiesen und von diesem am 08.04.2026 beschlossen.
Arbeitskämpfe sind schon immer das zentrale Anliegen sozialistischer Bewegungen gewesen. So war der Generalstreik des Petersburger Blutsonntags der Anstoß der sozialistischen Bewegungen, welche 1917 in der Oktoberrevolution mündeten. Ebenso war der Haymarket Riot am 01. Mai 1886 die erste groß organisierte Streikbewegung, welche die Gründung zahlreicher Gewerkschaften bedeutete. Ohne sozialistisch organisierte Arbeitskämpfe hätten wir niemals Errungenschaften wie z.B. die 40-Stunden-Woche oder den 8-Stunden-Tag gehabt.
Als sozialistischer Jugendverband ist es daher unsere Aufgabe, sozialistische Praxis nicht nur zu behaupten, sondern auch zu leben. Für eine weite gesamtgesellschaftliche Wirkung müssen sowohl wir als auch die Linkspartei aktiver in ökonomischen und materiellen Konflikten werden. Während es in Parteien der „Klassenverräter“ wie der SPD Gang und Gebe ist, dass man auch gewerkschaftlich organisiert ist, fehlt die Verankerung in Arbeitskämpfen in der Linken sowie in der solid. Sozialistische Politik muss auf den Aufbau von Klassenmacht zielen.
Was bedeutet also für uns sozialistische Praxis? Essentiell ist die Organisierung von Arbeiter*innen in den Betrieben und Gewerkschaften, von Jugendlichen und Azubis in Schule und Universität. Streiks müssen als kollektive Waffe gegen die herrschende Klasse eingesetzt werden. Wir als Jugendverband haben viele Arbeiter*innen, Auszubildene und Schüler*innen in unseren Reihen. Es ist also unsere Pflicht, diese klassenkämpferisch zu organisieren.
Bloße Beteiligung in DBG-Gewerkschaften reicht hier nicht aus. Wir müssen aktiv ökonomische Kämpfe mit sozialistischem Klassenbewusstsein verbinden. Auch dürfen politische Streiks nicht außer Acht gelassen werden. Als Beispiel seien hier die Hafenarbeiter*innen in Genua genannt, welche sich weigerten, über den Hafen Waffen für Israels Genozid zu liefern. Das Mittel des Streiks ist also auch elementar, um in antiimperialistischen und antimilitaristischen Kämpfen zu wirken.
Im Detail bedeutet dies für uns:
– Eine verstärkte Beteiligung in Arbeitskämpfen ist für unseren sozialistischen Verband dringend nötig
– An ökonomischen Gegensätzen müssen wir den Systemkonflikt stärker zeigen und Forderungen aufstellen, die Probleme nicht nur benennen, sondern perspektivische Übergänge aus der Krise aufzeigen.
– Eine Verankerung in betrieblichen Kämpfen und Streiks ist unser bestes Mittel, politische Wirkmacht aufzubauen und politisches Bewusstsein zu stärken.
Daher fordern wir:
– Werkzeuge für die Basis & die Basisgruppen um ihr Umfeld (gewerkschaftlich) zu organisieren. Bildungsangebote für Organisierung anhand realer Erfahrung.
– Den politischen Kampf für das politische Streikrecht in Solid, Linke und darüber hinaus.
Dieser Antrag wurde am 21.03.2026 von der Landesmitgliederversammlung an den Landessprecher*innenrat überwiesen und von diesem am 08.04.2026 beschlossen.
Der Landessprecher*innenrat startet bzw. unterstützt Bestrebungen zum Bilden von revolutionären und anarchistischen Blöcken auf hamburgweiten und stadtteilbegrenzten Demonstrationen am 1. Mai, sofern die Positionen der tonangebenen Organisationen oder Personen mit denen der Linksjugend [‘solid] Hamburg vereinbar sind.
Zusätzlich ruft die Linksjugend [‘solid] Hamburg intern sowie öffentlich zur Teilnahme an der revolutionären und anarchistischen 1. Mai Demo auf.
Dieser Antrag wurde am 21.03.2026 von der Landesmitgliederversammlung an den Landessprecher*innenrat überwiesen und von diesem am 08.04.2026 beschlossen.
Das Patriarchat im Kapitalismus ist kein Nebenwiderspruch, sondern ein Hauptbestandteil zur Aufrechterhaltung der aktuellen Machtverhältnisse. Der Kapitalismus profitiert aktiv von Binärität und Bioessentialismus. Gleichzeitig steht dieses Verhältnis nicht in einem Vakuum. Patriarchale Strukturen existierten bereits deutlich vor dem Kapital, der alleinige Sturz des Kapitalismus führt nicht automatisch zur Abschaffung des Patriarchats. Daher ist es essentiell, nicht nur gegen das Kapital, sondern auch für queere und feministische Emanzipation in der Gesellschaft zu kämpfen. Jedoch wird eine vollständige Befreiung aller ANTI*-Personen im Kapitalismus niemals möglich sein.
Unsere Aufgabe ist es daher, unsere queeren Geschwister in unseren antikapitalistischen Kampf aktiv einzubeziehen, die Umstände des aktuellen Systems zu kritisieren, und uns klar gegen Unterdrückung und den systemaffimierenden liberalen Feminismus zu stellen. Wir erkennen an, dass die Zugeständnisse, welche die herrschende Klasse uns bspw. mit dem Selbstbestimmungsgesetz erlaubt, uns zwar bedingt zur Gute kommen, aber von tatsächlicher Befreiung weit entfernt ist. Diese Zugeständnisse können ebenso schnell, wie sie uns zugestanden worden, uns wieder entrissen werden. Exemplarisch dazu ist auch die aktuelle Politik der Bundesregierung. Von der letzten noch beschlossen, wird durch die aktuelle Bundesregierung bestrebt, das SBGG einzuschränken oder sogar abzuschaffen. Unsere Geschwister in z.B. den USA sind durch das faschistoide und kapitalistische Trump-Regime massiver Verfolgung ausgesetzt.
Aus diesen Gründen ist uns klar, dass wir, wenn wir das System kritisieren, ebenso diese Akteure kritisieren müssen, welche es stützen. Wir gehen davon aus, dass diverse bürgerliche Initiativen, welche ANTI*-Personen und ihre Anliegen unterstützen, dies ernst meinen. Ebenso ist uns klar, dass die Zugeständnisse, welche ANTI*-Personen erhalten haben, vor allem dazu dienen, diese ruhigzustellen, um mehr Menschen zu haben, welche man ausbeuten kann. Ja, diese Zugeständnisse und Organisationen bringen reale Verbesserungen für ANTI*-Personen. Sie können aber weder das Ende des Lieds, noch unser Hauptfokus als sozialistische Organisation sein.
Daher fordern wir:
– Unterstützung von und Beteiligung an Revolutionär-sozialistischen Organisationen von ANTI*-Personen wie z.B. dem BAK ANTI* oder Pride Rebellion
– Konsequenten Klassenkampf und die intersektionale Einbeziehung von ANTI*-Personen in diesen
– Aktionsbasierte Zusammenarbeit mit Organisationen, welche ANTI*-Personen unterstützen
– Die klassenkämpferische und emanzipatorische Organisation von Menschen, welche unsere Sache unterstützen, zu fördern
– Den Landessprecher*innenrat dazu auf, sich aktiv an der Vernetzung und Organisation von ANTI*-Personen im Landesverband Hamburg zu beteiligen
No pride for some of us, without liberation for all of us!